Aktuelle Studie problematisiert Fairtrade-Zertifizierung von Kaffee

May 18, 2011 by     1 Kommentar    Posted under: Fairer Handel Aktuelles, Kaffee, Nicaragua, ShopsAusTopMenu

Ein aktueller Kommentar in der Finacial Post beschäftigt sich mit der Fairtrade-Zertitifzierung für Kaffee und bezieht sich dabei auf eine neue Studie der Uni Hohenheim. Diese Studie hat Hunderte von Kaffee Farmern in Niceragua über mehr als zehn Jahre begleitet und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Kaffee-Bauern, die für den Fair-Trade Markt produzieren, sich mit höherer Wahrscheinlichkeit unterhalb der Armutsgrenze befinden. Der Autor des Artikels, der selbst Geschäftsführer einer Rösterei sowie eines Kaffeeunternehmens in Toronto ist, kommentiert das Ganze wie folgt: Das Fair-Trade Geschäft sei voller Widersprüche. Denn die Zertifizierungs-Organisationen diskriminierten “Fair-Trade-Einsteiger”, indem sie sehr hohe Zertifizierungskosten verlangen. Außerdem sei es ein offenes Geheimnis, dass der Zertifizerungsprozess sehr lax sei und fast unmöglich zu kontrollieren, was wiederum finanzstarken “schwarzen Schafen” in die Hände spielt und an der Wertigkeit des kostspieligen Verfahrens zweifeln läßt. Daher empfiehlt die Studie, die im Journal Ecological Economics erschienen ist, to “move from certification schemes to investments in the farm and business management skills of producers”.

Quelle: Kommentar von Lawrence Solomon in der Financial Post.

Bildquelle: Universität Hohenheim

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