Kurz notiert: Fairtrade Blumen von Blumenplantagen?

Johanna Fincke von CIR (Christliche Initiative Romero) berichtet in der aktuellen Ausgabe des CIR-Bulletin presente von den Arbeitsbedingungen auf Blumenplantagen in Guatemala. Anlass ist ein Seminar zur globalen Blumenproduktion und öffentlicher Beschaffung, das in Koblenz stattfand…

Gabriel Zelada, Direktor der guatemaltekischen Arbeitsrechtsorganisation CEADEL, bestätigte dort die massiv gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedinungen auf den Blumenfarben und bestätigte damit auch indirekt die Ergebnisse von Ökotest, wonach auf 22 getesteten Rosensträußen, Rückstände von 56 verschiedenen Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden.
Aber obwohl im gleichen Test Fairtrade Sträuße besser abschnitten, was die Belastung mit chemischen Substanzen anbetrifft, scheint das Fairtrade-Prinzip auf den Blumenplantagen dennoch nicht zu greifen, so weiß jedenfalls Redemta Akoth Josia von Kewwedo, einer kenianischen Frauenrechtsorganisation, die ebenfalls am Seminar in Koblenz teilnahm, zu berichten. Demnach ist das Fairtrade-Prinzip der Prämie, über die ursprünglich Kleinbauern in Kooperativen entschieden, auf große Blumenplantagen in Kenia übertragen worden. Dort aber hat das Management das Sagen und nutzt die Prämie oft für Charity-Projekte. Bei den kenianischen ArbeiterInnen kommt nichts an. So plädieren sie für höhere Löhne anstatt der Fairtrade-Prämie.
Wichtig war den TeilnehmerInnen des Seminars außerdem, eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung für Blumen zu erwirken.

Quelle: presente 2/2011

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