FairWorldFonds – Nachhaltige Investmentfonds

Jun 22, 2011 by     1 Comment    Posted under: Fairer Handel Aktuelles, Faires Geld

FairWorldFondsFaires Geld oder Faire Fonds sind Begriffe, auf die man immer öfter trifft. Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 300 so genannte Nachhaltigkeitsfonds zugelassen. Aber was ist damit eigentlich gemeint und wofür stehen sie? Die EthikBank beispielsweise bietet mit den FairWorldFonds ausgewählte Nachhaltigkeitsfonds an…

Die EthikBank ist Senatsmitglied der Deutschen Umweltstiftung und vertreibt mit den FairWorldFonds den ersten Investmentfonds, der neben klassischen Nachhaltigkeitskriterien auch entwicklungspolitische Aspekte berücksichtigt. Er stellt “eine logische Weiterentwicklung des Fairen Handels“ dar, betont Vorstandsmitglied Sylke Schröder.
So bewerten die Entwicklungskritirien des FairWorldFonds die Unternehmensaktivitäten an Hand der Entwicklungsförderung. Dementsprechend wird kritisch hinterfragt, inwieweit Unternehmen das Potential eines Landes fördern, indem sie beispielsweise Aus- und Weiterbildungen anbieten, einen Wissenstransfer ermöglichen oder Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ansiedeln.

Transparente Bankgeschäfte

Die EthikBank hat strenge Anlagekriterien definiert, die absolut transparent sind.

Die Negativkriterien der EthikBank legen fest, an welche Unternehmen definitiv keine Kredite verliehen oder von welchen Unternehmen keine Aktien oder Anleihen gekauft werden. Dazu zählen Unternehmen, die

  • Eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte zulassen;
  • Eklatante Korruption tolerieren;
  • Militärwaffen vertreiben oder herstellen;
  • Saatgut oder Pflanzen gentechnisch manipulieren;
  • Atomkraftwerke betreiben oder besitzen;
  • Ozonzerstörende Chemikalien vertreiben oder herstellen;
  • Kinderarbeit tolerieren.

Außerdem kauft die EthikBank weder Staatsanleihen von OECD-Staaten, die Nachhaltigkeitsaspekte ignorieren, noch von Ländern, die Menschenrechte verletzten. Radikale Parteien und Vereinigungen kommen ebenfalls nicht als Geschäftspartner in Frage.

Neben den Negativkriterien hat die EthikBank so genannte Positivkriterien definiert, mit denen Unternehmen punkten müssen, damit die EthikBank das Geld ihrer Kunden bei ihnen anlegt. Diese Voraussetzung erfüllen die Unternehmen des Natur-Aktien-Index (NAI). Der NAI besteht seit 1997 und umfasst globale, erfolgreiche Öko-Vorreiter.
Daneben kauft die EthikBank Wertpapiere ausgewählter Unternehmen des DAX und MDAX sowie von OECD-Staaten (einschließlich Bundesländern, Provinzen und Kommunen), wenn sie sich überdurchschnittlich positiv mit folgenden sozial-ökologischen Standards auseinandersetzen:

  • Geschäftspolitik unter Berücksichtigung der Menschenrechte;
  • Personalentwicklung und Weiterbildung;
  • Erhaltung und Schaffung sowie Arbeitsplätzen;
  • Gleichberechtigung, Förderung und Vielfalt der Mitarbeiter;
  • Dialog mit Mitarbeitern, Lieferanten sowie Kunden;
  • Vorsorge gegen Korruption und Bestechung;
  • Leistungen im Umweltbereich (Umweltmanagemantsysteme, Umweltpolitik).

Der FairWorldFonds ist ein Mischfonds, der weltweit in verzinsliche Wertpapiere, Aktien sowie bis zu 10 Prozent in Mikrofinanzfonds investiert. Diese Wertpapiere und Fonds haben eine sozial-ökologische Zweckbindung oder gehören zu staatlichen Förderbanken oder staatlichen Pfandbriefen, die öffentliche Aufgaben und Immobilienkredite finanzieren. Der FairWorldFonds wurde im März 2010 aufgelegt. Das Fondsmanagement übernimmt die genossenschaftliche Investmentgesellschaft Union Investment.

Quelle: EthikBank

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