“Bericht zur Lage der Welt 2012” erschienen

May 23, 2012 by     1 Comment    Posted under: Fairer Handel Aktuelles

Wenige Wochen vor dem Auftakt der UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung  im Juni in Rio de Janeiro  wurde der aktuelle Bericht des führenden amerikanischen Umweltinstituts Bericht Zur Lage der Welt 2012Worldwatch “Zur Lage der Welt 2012” in Berlin vorgestellt. Die 35 Autoren des Berichtes präsentieren praktische Vorschläge, wie Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft eine nachhaltige Lebensweise fördern können.

Fazit des Berichtes ist, dass nur noch wenig Zeit verbleibt, den Umbau der Weltwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Ökonomie voranzutreiben.

Ich begrüße es, dass das UN-Umweltprogramm (UNEP) das Thema “Green Economy” auf die globale Agenda setzt und aufzeigt, welche positiven Effekte grüne Investitionen auf Beschäftigung, Ressourcen, Emissionen und Umwelt haben könnten”, sagte Michael Renner, Projektleiter des Berichts am Worldwatch Institut. “Die Vereinten Nationen zeigen der Welt: Grüne Wirtschaft rechnet sich. Doch eine grüne Wirtschaft entsteht nicht aufgrund von Lippenbekenntnissen. Nur wenn die Staatengemeinschaft den Mut hat, staatliche Rahmenbedingungen zu schaffen, kann die Weltwirtschaft innerhalb ökologischer Grenzen florieren.

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, einer der Herausgeber der deutschen Ausgabe des Berichts, erklärte: “Ein “Green New Deal” für Europa ist nicht nur klimapolitisch notwendig. Er ist zugleich ein zentraler Beitrag zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise. Europa wird sich aus der aktuellen Schuldenkrise nicht durch bloße Sparpolitik befreien können. Es braucht nachhaltiges Wachstum, um die öffentlichen Haushalte wieder ins Gleichgewicht zu bringen.”

Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch, betonte die Bedeutung einer umfassenden Verantwortung der Unternehmen: “Ohne die positive Beteiligung der Wirtschaft ist eine “Green Economy” nicht hinzubekommen. Gerade deutsche Unternehmen sollten sich auch für eine verbindliche politische Rahmensetzung stark machen. Gute Unternehmensführung auf freiwilliger Basis reicht nicht aus. Zum Beispiel schaffen nur gesetzliche Offenlegungspflichten die notwendige Transparenz.”

Den Bericht kann man unter anderem über die Internetseite der Heinrich-Böll-Stiftung für 19,95 Euro bestellen.

Quelle: www.zurlagederwelt.de

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  • Was meint, es bleibt nur noch wenig Zeit? Sprechen wir von Monaten, Jahren oder Jahrzehnte. Fakt ist doch, dass der Umbau eines solchen Systems den Menschen unmöglich erscheint.

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