Gepa macht Mehrwert sichtbar

Jun 16, 2012 by     3 Kommentare    Posted under: Fairer Handel Aktuelles

Die Gepa hat viele Produkte neu gestaltet und stellt mit dem neuen Zeichen “fair plus” das Unternehmen als faire und nachhaltige Marke in den Mittelpunkt.

Neue Produktstrategie

Die Gepa präsentiert sich mit einer Produktneugestaltung, die auf einem Teil der Verpackungen auf das Fairtrade-Siegel verzichtet. Es wird mit dem Button beziehungsweise Zeichen “fair plus” ersetzt. “fair plus” ist aber kein Siegel, sondern soll auf die Mehrleistungen des Fair Trade-Unternehmens aufmerksam machen, die über die Mindestkriterien des Fairen Handels hinausgehen. Außerdem soll “fair plus” als neues Gestaltungselement neben dem Gepa-Logo den unterschiedlichen Produktgestaltungen ein verbindendes Element geben. Alle Produkte bleiben auch ohne Abdruck des Siegels Fairtrade zertifizert:
„Wir arbeiten bei der Zertifizierung weiterhin mit Fairtrade International (FLO) und TransFair zusammen“, betont GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck im Interview mit den CSR-News „wir verzichten lediglich bei einem Teil der Produktpalette auf den Gebrauch des Siegels“.

Marktposition stärken

Bei der Umstellung handelt es sich um eine neue Produktstrategie, die die besondere Marktstellung der Gepa als Fair Trade-Pionier unterstreichen und stärken soll. Außerdem steht die Verantwortung des Unternehmens im Vordergrund, die ein Siegel nicht ersetzt:
„Die Gepa steht nicht nur als Pionier für 100 Prozent Fairen Handel, sondern ebenso für herausragende Produktqualität“, so Thomas Speck.“ Das können wir nur als Markenanbieter deutlich machen, denn die Verantwortung für die Qualität des Produktes liegt beim Hersteller, nicht beim Siegel. Und wenn sich der Verbraucher auf das Gepa-Logo mit dem Versprechen Fairer Handel und Produktqualität verlassen kann, dann trägt dies zur Orientierung der Verbraucher bei.“

Strategie deutlich machen

Verbraucher, die Gepa kennen und vertrauen, werden diese Vermarktungsstrategie nachvollziehen können. Verbraucher, die sich mit der Thematik bisher kaum auseinandergesetzt haben, könnte dieses Vorgehen möglicherweise verwirren. Denn das Zeichen “fair plus” kann leicht als neues Siegel verstanden werden. Und auch der Verzicht auf den Abdruck des Fairtrade-Siegels könnte zu Unklarheiten führen.
Die Gepa steuert entgegen, indem auf Basisprodukten (wie der neuen Linie „Faires Pfund“) das Fairtrade-Siegel als zusätzliches Erkennungszeichen erhalten bleibt. Das soll Verbrauchern die den Fairen Handel noch nicht gut kennen, den Einstieg erleichtern. Ob das ausreicht, wird die Entwicklung zeigen. Mehr gezielte Öffentlichkeitsarbeit wäre auf jeden Fall ratsam.gepa Kaffee

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