Neuer Fairtrade-Standard für Kräuter und Gewürze

Aug 25, 2012 by     No Comments    Posted under: Fairer Handel Aktuelles, Gewürze & Kräuter

Bisher war es Kleinproduzenten vorbehalten, Kräuter und Gewürze mit dem Fairtrade-Siegel zu zertifizieren. Denn Fairtrade unterstützt in erster Linie die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die besonders unter dem Preisdruck des Weltmarktes leidet. Für Plantagenbesitzer stand der Fair-Handels-Markt für Kräuter und Gewürze nur für die Teegewürze Kamille, Hibiskus, Rooibos und Pfefferminze offen.

Jetzt hat Fairtrade den Standard für Kräuter und Gewürze dahingehend überarbeitet, dass ab dem 1. August 2012 auch Plantagen Kräuter und Gewürze mit dem Fairtrade-Siegel zertifizieren lassen können. Hintergrund der Entscheidung war neben dem Interesse bestimmter Länder wie Kenia oder Ägypten, die ihre Kräuter auf dem Fair-Trade-Markt bringen möchten, die steigende Nachfrage nach insbesondere frischen Kräutern. Die Transportkosten für frische Kräuter sind für Kleinbauern finanziell jedoch nicht tragbar. Denn sie lohnen sich nur bei großen Mengen, wie sie nur Plantagen produzieren können.

Fairtrade hat zunächst das Gespräch mit dem Produzentennetzwerk gesucht, bevor der Entschluss gefällt wurde, dass frische Kräuter und Gewürze nun auch von Plantagen mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert werden können. Somit können auch Arbeiter und Arbeiterinnen, die auf den Plantagen arbeiten von den besseren Arbeitsbedingungen durch die Fairtrade-Standards profitieren.
Die Produktpalette an Fairtrade Gewürzen wurde durch diese Erweiterung verdoppelt. Getrocknete Kräuter und Gewürze dürfen allerdings weiterhin ausschließlich von Fairtrade-zertifizierten kleinbäuerlichen Produzenten stammen.

Quelle: Transfair e.V.

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