Neue Studie zur Wertschöpfungskette von Bananen

Sep 16, 2012 by     No Comments    Posted under: Bananen, Fairer Handel Aktuelles

Bananen sind nach Äpfeln das zweitbeliebteste Obst in Deutschland. Bevor sie die Supermärkte erreichen, haben sie aber eine weite Reise hinter sich. Studie zur Wertschöpfungskette von BananenDenn sie werden auf Plantagen in den Tropen und Subtropen angebaut. Den Anbau und Handel dominieren eine Hand voll multinationaler Konzerne. Da es auf dem Weltmarkt ein Überangebaut an Bananen gibt, herrscht zwischen den Konzernen ein harter Preiskampf. Dieser Kampf wird zusätzlich verschärft, weil der Bananenmarkt in Deutschland hart umkämpft ist. Denn die Supermarktketten möchten ihre Kunden mit Sonderangeboten locken.

Zugleich verursacht der Konkurrenzdruck erhebliche Missstände in den Anbaugebieten. „Eine Folge des Preiskampfes sind niedrige Löhne der Beschäftigten auf den Plantagen. In vielen Anbauregionen werden zudem Gewerkschaften unterdrückt, die die Arbeitsbedingungen verbessern und höhere Löhne durchsetzen wollen“, so Friedel Hütz-Adams, Bananenexperte bei SÜDWIND. „Ein weiteres massives Problem ist der Einsatz großer Mengen Pestizide in vielen Anbaugebieten. Dies geschieht oft ohne Rücksicht auf die Arbeiterinnen und Arbeiter“, so Hütz-Adams weiter.

Die neue Studie “Von der Staude bis zum Konsumenten. Die Wertschöpfungskette von Bananen“ nimmt das Produkt Banane genau unter die Lupe und analysiert Anbau, Handel und Vertrieb. Sie kommt zu der Schlussfolgerung, dass sich Verbesserungen nur dann erreichen lassen, wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Große Bananenkonzerne, Transportunternehmen und der Einzelhandel müssen die Verbesserungsmaßnahmen länderübergreifend durchsetzen wollen. Neben höheren Löhnen ist außerdem der Ausbau sozialer Sicherungssysteme sowie der Schutz der Beschäftigten vor den Wirkungen der Pestizide erforderlich.

Die Studie kann auf der Internetseite von SÜDWIND heruntergeladen oder über info@suedwind-institut.de bestellt werden.

 

Quelle: Pressemeldung des Südwind-Instituts

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