Fairtrade prüft ergänzendes Geschäftsmodell

Mar 17, 2013 by     No Comments    Posted under: Fairer Handel Aktuelles, ShopsAusTopMenu

Heute können die Produzenten weniger als 40 Prozent der zu Fairtrade-Bedingungen produzierten Rohstoffe auch als Fairtrade verkaufen. Der Rest wird über den konventionellen Markt abgesetzt. Damit entgehen den Bauern wichtige Vorteile, wie die Bezahlung eines garantierten Mindestpreises und der Fairtrade-Prämie. Daher diskutiert Fairtrade International neue zusätzliche Modelle, die den Kleinbauern und Plantagenarbeitern bessere Absatzchancen ermöglichen.

Die im vergangenen Jahr erstellte Studie des Centrums für Evaluation (CEval) zur Wirkung von Fairtrade auf ländliche Entwicklung hat deutlich gezeigt, dass die abgesetzten Volumen einen entscheidenden Faktor für eine breite, nachhaltige Wirkung darstellen. Vor diesem Hintergrund wurde die Entscheidung neue Geschäftsmodelle zu prüfen, zusammen mit den Fairtrade-Produzentennetzwerken gefällt.

Als ergänzendes Geschäftsmodell prüft Fairtrade die Möglichkeit, für Kakao und Zucker künftig den einzelnen Rohstoff in zusammengesetzten Produkte, wie Schokolade, zu zertifiziert. Ziel ist es, den Produzenten bessere Absatzchancen zu ermöglichen. Wie das neue zusätzliche Modell ausgestaltet sein wird, wird derzeit intensiv mit Konsumenten, Partnern, Experten und Produzenten analysiert und diskutiert. Außerdem finden aktuell auch Diskussionen über neue Modelle für den Rohstoff Baumwolle statt.

Das bewährte Fairtrade-Modell, bei dem alle Zutaten eines zusammengesetzten Produktes, die zertifiziert werden können auch zertifiziert werden müssen, bleibt von den neuen Überlegungen  unangetastet.

Quelle: Transfair e.V.

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