Bio-faire Shirts – Indigo, Rittersporn und Lemongrass

Aug 16, 2013 by     No Comments    Posted under: Kleidung

Es begann mit einem Zeitungsartikel-Artikel über die Arbeitsbedingungen für Kleidung in den so genannten Entwicklungsländern. Oliver Mayer, der Gründer von Fairbiolous, war schockiert als er erfuhr, wie menschenunwürdig die Arbeitsbedingungen in vielen Fabriken sind, die für Markenfirmen produzieren. Die Produktionskosten werden möglichst gering gehalten – auf Kosten der Produzenten, und die Markenhersteller, die vermeintliche Luxuswaren vertreiben, streichen den größten Gewinn ein. Bei der Färbung von Textilien werden die ArbeiterInnen krank, weil sie giftige Dämpfe einatmen. Bei der Bleichung etwa benutzen sie Chemikalien, die noch für den späteren Konsumenten schädlich sind.

Mayer wollte da nicht mehr mitmachen und in ihm erwachte der Wunsch selbst T-Shirts herzustellen, aber unter fairen Konditionen für Mensch und Natur. Bei seiner Recherche nach einer Alternative, wendete er sich an die Organisation Transfair e.V., die das Fairtrade-Siegel für deutsche Produkte vergibt. Er bekam eine Liste von Produzenten, die Fairtrade und/oder Bio-Baumwollshirts herstellen.

Oliver Mayer wendete sich persönlich an diese Produzenten. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Startauflage war erst einmal kein Unternehmen bereit, zu produzieren. Nach vielen Mails und Sykpe-Telefonaten fand sich dann doch eine Firma, die sich dazu bereit erklärt, die Shirts zu produzieren: Rajlakshmi Cotton Mills im indischen Kalkutta. Rajlakshmi Cotton Mills ist zertifiziert nach GOTS, FLOCERT und Ökotex 100. Damit erfüllte der indische Produzent alle Anforderungen für die T-Shirts von Fairbiolous.

Mitte 2012 kam dann die ersehnte erste Shirt-Lieferung aus Indien. Die Shirts bestehen aus 100% Bio-Baumwolle und die Einfärbung der Baumwolle erfolgt mit natürlichen Pflanzenextrakten. Auf den T-Shirts ist die Pflanze aufgestickt, mit deren Extrakten das Shirt gefärbt wurde: Indigo, Rittersporn oder Lemongrass. Darüber hinaus spendet Fairbiolous einen Euro pro verkauftem Produkt zu gleichen Teilen an zwei Hilfsorganisationen.

Die Fairbiolous-Kollektion wird ergänzt durch selbst gefärbte und gehäkelte Bio-Wollmützen sowie Schals. Und weiter Produkte aus Bio-Wolle sind geplant. “Ich denke, bei uns haben einfach alle etwas davon: Hersteller, Marke und Kunde”, so Mayer. Der Unternehmensgründer hofft, dass große Hersteller es ihm irgendwann gleichtun.

Oliver Mayer von Fairbiolous

Oliver Mayer von Fairbiolous

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