Neue Studie zum Thema Flächenkonkurrenz

Dec 14, 2013 by     No Comments    Posted under: Ägypten, Fairer Handel Aktuelles

Nicht zu verkaufen - Agrarland in Entwicklungs- und Schwellenländern als neues AnlageproduktIm Rahmen einer Reihe von Veröffentlichungen zum Thema Flächenkonkurrenz hat SÜDWIND eine Studie mit dem Titel: „”Nicht zu verkaufen – Agrarland in Entwicklungs- und Schwellenländern als neues Anlageprodukt““ veröffentlicht.

Investoren kaufen Land in Entwicklungsländern und rauben Kleinbauern damit die Existenz. Zahlreiche Medien haben in den letzten Monaten immer wieder über diese erschreckende Entwicklung berichtet. Staatliche Konzerne aus arabischen Ölländern, Agrarkonzerne aus Asien oder auch Hedgefonds kaufen Land, um dort industrielle Nahrungsmittel zu produzieren.

Hintergründe und positive Beispiele

Die neue Südwind-Studie zeigt ihre Motive auf, stellt dar, welche Länder besonders gefährdet sind und beleuchtet den Zusammenhang zu hiesigen Anlageangeboten.
Daneben zeigt die Studie Beispiele auf, wie Investitionen von Großunternehmen so getätigt werden können, dass die Bauern in Entwicklungsländern davon profitieren. Leider gibt es bisher nur wenige solcher Projekte.

Ein Beipiel ist der GLS Sekem Fonds, der von der GLS Bank aufgelegt wurde. Die Gelder sollen gezielt für Investitionen in den wirtschaftlichen Ausbau des ägyptischen Unternehmens Sekem genutzt werden. Die Firma Sekem kommt durch den Fonds zu einem befristeten partiarischen Darlehen in Höhe von 5 Mio. Euro, der Kredit wurde schon mehrfach verlängert.

Sekem – Ein Leuchtturmprojekt in Ägypten

Sekem ist ein Unternehmen mit Geschäftseinheiten aus dem kulturellen, sozialen und landwirtschaftlichen Bereich und wurde vor über 30 Jahren in Ägypten gegründet. Sekem produziert nach den strengen Standards des demeter-Verbands, die weit über die EG-Bioverordnung hinausgehen. In über 30 Jahren konnte Sekem neben dem Anbau auf eigenen Farmen bis heute die Zusammenarbeit auf über 200 Landwirte ausdehnen und diese für die biologisch-dynamische Landwirtschaft  gewinnen.

Zudem ist der Faire Handel ein wichtiges Prinzip des ägyptischen Unternehmens: Zu diesem Prinzip gehören soziale Sicherung, medizinische Versorgung, kulturelle Angebote und Bildungseinrichtungen für die Mitarbeiter und ihre Familien sowie langfristige vertragliche Bindungen mit den Landwirten.

Da in Ägypten lediglich 3 % der Fläche landwirtschaftlich nutzbar sind und, bei wachsender Bevölkerung, ein großer Anteil der Lebensmittel importiert werden müssen, sind Investitionen in nachhaltige Landwirtschaftsprojekte von großer Bedeutung.

> Auf der Homepage von Südwind kann die Studie “Nicht zu verkaufen – Agrarland in Entwicklungs- und Schwellenländern als neues Anlageprodukt“” heruntergeladen oder bestellt werden.

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