Umsatz von Fairtrade-Produkten steigt weiter

May 10, 2016 by     No Comments    Posted under: Fairer Handel Aktuelles

Auf 978 Millionen Euro stieg der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland 2015 – ein Zuwachs von 18 Prozent. Für Produzentenorganisationen in Schwellen- und Entwicklungsländern bedeutet das Wachstum höhere Verkäufe ihrer Rohstoffe unter Fairtrade-Bedingungen.

Bananen Organic Fair Trade

Mable Matetsu von der Fairtrade-Bananen-Organisation Volta River Estates in Ghana, Fotografin: Nathalie Bertrams

Fairtrade Bananen, Kaffee, Kakao und Blumen weiter im Aufschwung

Mit einem Plus von 32 Prozent auf 68.000 Tonnen erreichten Bananenverkäufe 2015 einen Absatzrekord. Alle auf dem deutschen Markt erhältlichen Fairtrade-Bananen sind Bio-zertifiziert. Am Gesamtmarkt machen Fairtrade-Bananen zehn Prozent aus. Der Verkauf von Fairtrade-Kaffee entwickelte sich mit vier Prozent Wachstum auf knapp 14.000 Tonnen positiv bei bestehender Distribution. Der Marktanteil in Deutschland liegt bei drei Prozent. Für deutliche Absatzsteigerungen sorgt seit zwei Jahren das Rohstoffprogramm für Kakao: Insgesamt 14.300 Tonnen Fairtrade-Kakao wurden im vergangenen Jahr für Schokoladenwaren eingekauft, davon 12.600 Tonnen über das Rohstoffpro­gramm. Damit klettert der Marktanteil von Fairtrade-Kakao auf 3,6 Prozent. Auch die Blumenverkäufe stiegen 2015 weiter: um sechs Prozent auf 365 Millionen Stück, zum größten Teil Rosen. Jede vierte hierzulande verkaufte Rose trägt das Fairtrade-Siegel. Pro Kopf gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 2015 durchschnittlich zwölf Euro für Fairtrade-Produkte aus.

Wachsende Absätze und Prämien für Produzentenorganisationen im globalen Süden

Für die Produzentenorganisationen stiegen im vergangenen Jahr die Rohstoffverkaufs­mengen in den deutschen Markt um 29 Prozent auf 116.500 Tonnen. Dadurch erwirtschafteten sie Fairtrade-Prämien in Höhe von 16 Millionen Euro. Die Prämie wird zusätzlich zum Verkaufspreis gezahlt und fließt in Projekte wie die Verbesserung der Infrastruktur, Organisationsaufbau, Bildungsarbeit und direkte Unterstützung für Klein­bauernfamilien oder lohnabhängig Beschäftigte auf Plantagen. Um vor Ort noch gezieltere Unterstützung anzubieten, hat Fairtrade International Arbeitsschwerpunkte zu den Themen Frauen- und Kinderrechte, Klimawandel, Arbeiterrechte und Stärkung von Kleinbauern festgelegt. „Fairtrade hat einen entwicklungspolitischen Auftrag, der über die Standards hinausgeht. Durch die Schwerpunkte wollen wir noch gezielter auf die Bedürfnisse der Produzenten eingehen“, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Fuchs. Durch Schulungen, Trainings und weitere Serviceleistungen sollen Know-how und Professionalisierung vorangetrieben werden.

 

Quelle: Pressemeldung TransFair e. V.

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