Nachhaltige Sportbekleidung zum Schutz der Meere

Sep 9, 2017 by     No Comments    Posted under: Deutschland, Kleidung

Re-Athlete nachhaltige Sportbekleidung

Das Startup Re-Athlete wurde von den beiden Studenten Johannes Skowron und Alina Hische gegründet und produziert ökologische Sportbekleidung für Sportbegeisterte und Vereine aus recycelten Fischernetzen und anderen Nylonabfällen. Aktuell studiert Johannes den Master of Business Administration und hat bereits zuvor seine Bachelorarbeit zum Thema “Social Entrepreneurship in der Sportbranche” verfasst. Seiner Meinung nach, ist das gegenwärtige Konsumverhalten auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt in keinster Weise zu rechtfertigen. So kam schließlich die Idee Sportmode aus recycelten Stoffen herzustellen, die regional gefertigt wird und zusätzlich verschiedene Formen der Arbeitstherapie unterstützt. Alina ist für die Designs und die Produktentwicklung zuständig, während Johannes den Bezug zum Sport und betriebswirtschaftliche Kenntnisses mitbringt.

Johannes Skowron und Alina Hische

Johannes Skowron und Alina Hische, Gründer von Re-Athlete, bei der Arbeit.

Regional und nachhaltig

Alle Partner und Lieferanten von Re-Athlete sind in Europa ansässig und bieten die recycelten und biologischen Materialien mit entsprechenden Zertifizierungen an. Das Unternehmen ist sehr darum bemüht möglichst kurze Handelswege einzuhalten, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Und auch hinter den Kulissen ist das Startup nachhaltig strukturiert. Das fängt an bei biologischen Verpackungsmaterialien an, geht über die Nutzung von Öko-Strom im Büro, bis hin zum Geschäftskonto bei einer Nachhaltigkeitsbank. Nebenbei fördert Re-Athlete gemeinsam mit der Lebenshilfe Wolfsburg eine regionale Produktion, in der Menschen mit Beeinträchtigungen wieder am Arbeitsleben und der Gesellschaft teilhaben können.

Aquafil Spa Recycling

Das Unternehmen Aquafil Spa beim Recycling alter Fischernetze, die aus dem Meer geborgen worden sind. Foto: ©Aquafil Spa

Der Schutz der Meere steht im Fokus

Für die beiden Gründer nimmt der Schutz der Meere einen zentralen Stellenwert ein. Denn Schätzungen zufolge landen jedes Jahr mindestens 2,7 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer – mit erschreckenden Auswirkungen auf die Tier- und Umwelt. Die Tiere verenden in aufgegebenen Fischernetzen, sogenannten “Ghostnets” oder fressen den Plastikmüll, der als Mikroplastik mit der Nahrung leicht aufgenommen werden kann. “Alleine in unseren europäischen Meeren landen jährlich 1200 Kilometer von „Ghostnets“. Sie werden von unserem italienischen Partner „Aquafil Spa“ zu dem 100% regnerierten Nylongarn Econyl® weiterverarbeitet”, erklärt Johannes. Zusätzlich werden zahlreiche weitere Nylon- und Plastikwertstoffe sowohl aus den Weltmeeren als auch aus der Industrie zu Stoffen weiterverarbeitet.

Lebenshilfe Wolfsburg

Re-Athlete arbeitet mit der Lebenshilfe Wolfsburg zusammen.

Gesellschaftlicher Beitrag

Mit der Sportmode möchte das Start-up einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Millionen von Menschen treiben jeden Tag Sport, besuchen Vereine oder gehen zu Sportveranstaltungen. Mit sehr wenig Aufwand können die Leute durch den Kauf der Bekleidung den Recyclingprozess und die Entmüllung der Ozeane unterstützen.

Neben der laufenden Produktion spielt Nachhaltigkeitssponsoring eine wichtige Rolle. Re-Athlete möchte Sponsoren mit Vereinen zusammengebringen, welche die nachhaltige Sportbekleidung tragen. Damit setzen beide Parteien ein Zeichen für nachhaltigen Konsum und profitieren gleichzeitig von der öffentlichen Wirkung dieser Zusammenarbeit.

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