#mehrWertFürAlle: Mehr Wertschöpfung durch Fairen Handel

Oct 14, 2018 by     No Comments    Posted under: Guatemala, Honduras, Kaffee

Fair war immer schon „mehr“ – die Wertschöpfung im Ursprungsland zu steigern, gehört seit der Gründung zu den Zielen der GEPA. Hier setzt das Fair Handelsunternehmen jetzt mit fairen, komplett im Herkunftsland hergestellten Kaffees neue Akzente: Unter dem Motto #mehrWertFürAlle machen die beiden Bio-Arabica-Röstkaffees aus Honduras und aus Guatemala auf eine gerechtere Verteilung von Wertschöpfung aufmerksam.

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(Freuen sich nach dem erfolgreichen Pressetalk auf der Frankfurter Buchmesse auf die Einführung der neuen GEPA-Kaffees, die im Ursprungsland geröstet werden – v. l.: Nicole Klaski, Gründerin und Geschäftsführerin The Good Food; Kleber Cruz-Garcia, GEPA-Einkaufsmanager Kaffee; Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin der Röstprojektgruppe beim GEPA-Partner APROLMA in Honduras; Barbara Schimmelpfennig, GEPA-Pressesprecherin und Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/Z. Peterek)

Kaffeebäuerinnen werden etwa zu Röstmeisterinnen

Kaffeeproduzentin Dolores Cruz Benitez von der Frauengenossenschaft APROLMA aus Honduras hat auf der Frankfurter Buchmesse einen der neuen fairen im Ursprungsland gerösteten und verpackten GEPA-Kaffees vorgestellt. Der neue „Frauenkaffee“ hat große Bedeutung für die Bäuerinnen der Genossenschaft. Die Produzentinnen liefern nicht mehr nur hochwertigen Rohkaffee wie zuvor, sondern sind auf dem Weg zum gemeinsamen Kleinunternehmen – Kaffeebäuerinnen werden etwa zu Röstmeisterinnen!

„Dieses Projekt stärkt uns und ermöglicht uns, den gesamten Prozess der Kaffeeröstung im industrialisierten Maßstab kennenzulernen“, so Dolores Cruz Benitez als Koordinatorin der Röstprojektgruppe. „Damit bleibt praktisch der komplette Mehrwert, der damit verbunden ist, hier in unserer Organisation. Jetzt sind wir sehr stolz, die ersten Kaffeebäuerinnen in Honduras zu sein, die diesen Kaffee nach Europa exportieren.”
Die Frauengenossenschaft hatte sich vor fünf Jahren gegründet, um hochwertigen Bio-Kaffee zu vermarkten und die Rechte von Frauen einzufordern.

APROLMA Magali Aguilar mit Kaffeepackung

(Magali Aguilar, Frauengenossenschaft APROLMA: „Ich bin Kaffeeproduzentin, habe mein eigenes Grundstück und bin Teil des Röstprojekts. Ich röste den Kaffee selbst – darauf bin ich sehr stolz und ich hoffe, dass der von mir geröstete Kaffee zur GEPA geht, das ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing)

Mehr Wertschöpfung heißt auch mehr Wirkung

„Mit unseren neuen bio und fairen Röstkaffees bleibt fast dreimal so viel Geld vor Ort wie bei kommerziellem Kaffee”, so Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb. 1,87 Euro pro 250-Gramm-Päckchen erhält APROLMA für den in Honduras gerösteten und verpackten Kaffee von der GEPA – im herkömmlichen Kaffeehandel wären es nur 68 Cent für konventionellen Rohkaffee. Am Weltmarkt wird 95 Prozent des Kaffees nur als Rohware eingekauft. Fertig gerösteter und verpackter Kaffee aus dem Herkunftsland ist daher immer noch eine Ausnahme.

„Angesichts niedriger Weltmarktpreise und Auswirkungen von Klimawandel können die Röstkaffees als Endprodukt wegweisend für viele Kaffeegenossenschaften sein, hier neue Perspektiven und Einkommensmöglichkeiten zu finden“, so der GEPA-Geschäftsführer.

50 Lebensmittel komplett im Herkunftsland produziert

Die neuen Röstkaffees sind zwei von rund 50 Lebensmitteln der GEPA, die teils schon seit Jahrzehnten komplett im Herkunftsland produziert werden. Im Frühjahr 2019 ergänzt ein weiterer Röstkaffee, geröstet und verpackt in Ruanda, das Sortiment. Auch Handwerksprodukte wie etwa Körbe oder Schals werden immer schon vollständig in den Produzentenländern gefertigt.

 

Quelle: Pressemeldung Gepa

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