Grüne Woche in Berlin – Kleinbäuerliche Landwirtschaft in Afrika fördern

„Zusammen verändern wir die Welt“: Unter diesem Motto begrüßt Fair Trade-Pionier GEPA mit seinem langjährigen Kooperationspartner Naturland dieses Jahr Besucher/-innen auf der Internationalen „Grünen Woche“ in Berlin (18. bis 27. Januar, Halle des BMZ, 5.2, 108). Die Kombination von fair und bio dient so als Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften.

Engagement der GEPA für Afrika

„Kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft in Afrika sind der Schlüssel zur Armutsbekämpfung„, erklärte GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger. „Die EU sollte dies durch ihre Handelspolitik fördern!“, so der Agrarökonom und gelernte Landwirt. „Laut Welternährungsorganisation wirkt Wachstum in Landwirtschaft elfmal schneller als Wachstum in anderen Sektoren. Investitionen in Landwirtschaft sind aus unserer Sicht unerlässlich, um Armut wirksam zu reduzieren.“ Seit ihrer Gründung 1975 setzt die GEPA bei ihrer Kooperation mit afrikanischen Partnern auf Wissenstransfer, Wertschöpfung vor Ort, finanzielle Unterstützung und Stärkung der Selbstorganisation.

CECAQ-11: Kakaobohnen trocknen

(Foto: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing)

Alles rund um fairen Kakao aus Afrika: „Taste Fair Africa“

Daher hat der Vorreiter für Fairen Handel sein Engagement für diesen Kontinent mit dem Sortiment „Taste Fair Africa“ noch einmal verstärkt. Zur Grünen Woche stehen die Schokoladen-Spezialitäten dieses Sortimentes mit Bio-Kakao aus São Tomé im Fokus. Fünf Varianten von klassisch „Vollmilch“ über „Salty Caramel“ bis hin zu dunklen Kompositionen wie „Noir Lemon“. Die „Bio Chocolat Salty Caramel“ hat der „bio verlag“ Ende letzten Jahres als „Bestes Bio“ ausgezeichnet. Die GEPA hat die Genossenschaft CECAQ-11 bei der Bio-Umstellung unterstützt. Heute ist CECAQ-11 Bio-Pionier auf der westafrikanischen Insel und einer der wichtigsten Handelspartner der GEPA für Kakao. Durch Abnahmeverträge über drei Jahre gibt die GEPA CECAQ-11 Planungssicherheiten. Zur „Taste Fair Africa“-Linie gehören außerdem hochwertige Kaffeespezialitäten aus Tansania und Uganda sowie Kräuter- und Gewürztees aus Ägypten, Burkina Faso und Südafrika.

GEPA-Schokoladen „Taste Fair Africa”

(Foto: GEPA – The Fair Trade Company)

Mehr Wertschöpfung für Afrika

Viele Länder des zweitgrößten Kontinents verzeichnen wirtschaftlichen Aufstieg mit wachsender Mittelschicht. Das ändert nichts am wirtschaftlichen und machtpolitischen Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd. GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Nach wie vor hat Afrika nur einen geringen Anteil am Welthandel und an der Wertschöpfung, sondern ist darauf angewiesen, unverarbeitete Rohstoffe zu niedrigen Preisen in die Industrieländer zu exportieren.“ Die GEPA bezieht von ihren afrikanischen Partnern neben Rohwaren wie Kaffee, Kakao und Tee auch Fertigprodukte wie Wein, Chutneys oder getrocknete Mangos zu fairen Bedingungen. Im Frühjahr wird die GEPA in Kooperation mit der Kaffeekooperative.de auch einen vor Ort in Ruanda gerösteten Kaffee auf den Markt bringen. Daneben bezieht die GEPA auch Halbfertigprodukte wie den „Bio Kagera Instant-Kaffee“. Er wird in Tansania in einer Anlage produziert, die mehrheitlich der GEPA-Partnerkooperative KCU gehört. Er wird nicht nur vor Ort geröstet, sondern auch sprühgetrocknet und später in Belgien in Gläser abgefüllt.

Kritik an Wirtschaftsabkommen (Economoic Partnership Agreement)

Obwohl Afrika ein Viertel der fruchtbaren Böden hat, ist der Kontinent Nahrungsmittel-Netto-Importeur. „Die Agrarmärkte Ost- und Westafrikas werden überschüttet mit hochsubventionierten, billigeren Agrarprodukten aus der EU wie Zucker oder Milchpulver“, erläutert Peter Schaumberger. „Wir kritisieren daher Wirtschaftspartnerschaftsabkommen wie das Economic Partnership Agreement, die den Wegfall von Importzöllen für Waren aus der EU vorsehen. Denn dies verschärft die Konkurrenzsituation.“

Was ist fair an fairer Schokolade?

Am 24.1. um 11 Uhr haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, alle Fragen zu Fairem Handel und Schokolade zu stellen. Mit der Fragerunde auf der Bühne in der BMZ-Halle 5.2 beteiligt sich Naturland an dem Schülerparcours der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Jetzt demonstrieren: „Wir haben es satt!“ am 19. Januar

Die Demonstration „Wir haben es satt!“ steht diesmal unter dem Motto „Essen ist politisch“. Auftakt ist der 19. Januar 2019 um 12 Uhr am Brandenburger Tor.

 

Quelle: Pressemitteilung Gepa

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