Schadstoffe in Babykleidung – 5 Dinge auf die du beim Kauf von Babykleidung achten solltest

Aug 25, 2020 by     No Comments    Posted under: Kleidung

Ein Gastbeitrag von Anne-Kathrin Klapper-Wenner

Welche Schadstoffe befinden sich in unserer Kleidung und wie gefährlich sind sie für mein Kind? Diese Frage stellen sich viele Eltern, wenn sich der erste Nachwuchs ankündigt. Spätestens bei der Erstausstattung in Form von Bodys, Strampler und Co. wird man feststellen, dass die Auswahl am Markt riesig ist und es auch im Bereich Babykleidung große Preisunterschiede gibt. Die Frage, inwiefern ein Zusammenhang zwischen Preis und Qualität besteht, bleibt jedoch oftmals unbeantwortet.
In diesem Artikel gebe ich dir 5 Tipps, auf die du beim Kauf von Babykleidung achten solltest, wenn dir etwas daran liegt, dass diese frei von Schadstoffen ist und die Umwelt im Produktionsprozess nicht unnötig belastet wird.

Schadstofffreie Babykleidung – 5 Tipps, die du beim Kauf beachten kannst

Babyhaut ist ganz anders beschaffen, als die Haut von uns Erwachsenen. Sie ist überaus empfindlich und reagiert sensibel auf physikalische und mikrobielle Einflüsse. Grund hierfür ist vor allem die Hautdicke. Sie ist nur ein fünftel so dick, wie die einer erwachsenen Person und die Schutzschicht aus Talg- und Schweißdrüsen ist nur schwach ausgeprägt. Dies alles macht die Babyhaut aufnahmefähiger für Chemikalien, die in Kosmetik und Textilien vorhanden sein können.

Babykleidung für Frühchen

1. Die Qualität des Ausgangsmaterials (i.d.R. Baumwolle)

In der konventionellen Landwirtschaft werden Pestizide ganz selbstverständlich eingesetzt, um die Baumwolle vor Schädlingsbefall und Unkraut zu schützen. Die hierbei verwendeten Chemikalien lassen sich z.T. auch noch im Endprodukt (sprich: T-Shirt) nachweisen. Achte daher auf die Qualität der Ausgangsmaterialen. Besteht das T-Shirt aus 100% Bio Baumwolle?

2. Wie stark wurde die Babykleidung nachbehandelt?

Man spricht hier von chemischen Hilfs- und Ausrüstungsmitteln. Zur Verbesserung der Formbeständigkeit, Wetterfestigkeit oder anderem Zusatznutzen werden in der Textilindustrie Chemikalien wie Formaldehyd verwendet. Auch bei dem sog. „Used-Look“ kommen giftige Chemikalien zum Einsatz. Bei der Wahl der Kleidung hilft es also nach dem Prinzip „weniger ist natürlicher“ vorzugehen. Ein normales Baumwollshirt ist transparenter und besser nachzuvollziehen. Bekleidung aus unterschiedlichsten Zusammensetzungen und mit einem großen „Mehrwert“ dagegen kann ggf. Chemikalien beinhalten, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.

Bio Babykleidung

3. Auf die Farbe kommt es an

Farben in Textilien bringen das größte gesundheitliche Risiko mit sich. Zudem ist der Färbeprozess sehr umweltschädlich. Die Bilder von pinken oder grünen Flüssen aus Bangladesch oder anderen Produktionsländern haben sicherlich die meisten von euch schon einmal in einer Doku gesehen. Hier passiert viel im Hintergrund und die Produktionsketten können häufig (sehr häufig) nicht transparent nachvollzogen werden. Vor allem dunkle Farben wie blau und schwarz sind dabei kritisch zu sehen. Sie können aufgrund des Schadstoffes Anilin, Allergien auslösen. Von stark gefärbter Babykleidung (vor allem in dunklen Farben) ist daher abzuraten, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte.

4. Bekannte Öko-Siegel versprechen ein Stück Sicherheit

Es ist nicht leicht bzw. schier unmöglich beim Kauf von Babykleidung alle Risikofaktoren auszuschließen. Die Lieferketten nachzuvollziehen ist für den normalen Verbraucher ein Ding der Unmöglichkeit. Weltweite Standards wie der sog. Global Organic Textile Standard (Kurz: GOTS) prüfen die Lieferketten genau und legen strenge Richtwerte in puncto, Fairness, Umweltfreundlichkeit und Schadstoffbelastung fest. Produkte mit dem GOTS Siegel oder anderen anerkannten Textilsiegeln (z.B. IVN Naturtextil) geben dir daher Sicherheit beim Kauf.

Wenn du mehr über die etablierten Textilsiegel erfahren möchtest und auf der Suche nach schadstofffreie Babykleidung bist, dann schau doch mal bei littlegreenie.de vorbei. Dort gibt es eine große Auswahl an zertifizierte Bio Babykleidung.

5. Second-Hand Babykleidung

Neue bio-zertifizierte Babykleidung ist oftmals ein recht kostspielieges Unterfangen. Die Qualität der Rohstoffe und die strenge Überprüfung der Lieferkette rechtfertigen auch sicherlich den höheren Preis, denn ein faires Shirt muss auch fair bezahlt werden. Eine preisgünstige Alternative, die ebenso nachhaltig ist, ist Second-Hand Babykleidung. Häufig veranstalten Kirchen, Kindergärten oder Gemeinden Flohmärkt mit Babysachen. Auch unter Freunden kann man die Kindersachen super „rumreichen“. Der Vorteil: Die Babykleidung wurde bereits zig Mal gewaschen, sodass sich keine Rückstände von Chemikalien mehr in der Kleidung befinden und du sie getrost deinem kleinen Schatz anziehen kannst.

Bio Babykleidung Erstaustattung

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