KAZI YETU: Fair und direkt gehandelte Gourmet-Lebensmittel und Getränke aus Tansania

Sep 24, 2021 by     No Comments    Posted under: Tanzania, Tee

2018 gründeten Tahira Nizari und Hendrik Buermann im ostafrikanischen Tansania das Sozialunternehmen Kazi Yetu, um zu zeigen, dass afrikanische Marken in Hinblick auf Geschmack, Design und Nachhaltigkeit schon längst mit europäischen mithalten können. Kazi Yetu bedeutet auf Suahili, der Amtssprache Tansanias, „Unsere Arbeit“. Beide hatten zuvor rund 10 Jahre im Bereich Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet und viele Erfahrungen bei der ökonomischen Inklusion marginalisierter Bevölkerungsgruppen gesammelt. Ziel der beiden ist es, einen internationalen Marktzugang für Gourmet-Lebensmittel und Getränke zu schaffen, die zu 100% in Tansania unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Sie wollen damit die Art und Weise verändern, wie Produkte aus Ostafrika in die Welt exportiert werden.

Tahira Nizari und Hendrik Buermann gründeten 2018 Kazi Yetu. © Kazi Yetu

Natürliche Teemischungen

Tahira Nizari und Hendrik Buermann starteten mit der eigenen Marke Tanzania Tea Collection, die unterschiedliche natürliche Teemischungen umfasst.

Right now, tea is just exported in bulk completely (from Tanzania) and then all the jobs thereafter in that value chain are done abroad. So what we said was ‘let’s redistribute that job creation, let’s bring it back to Tanzania and let’s create a facility in which we can hire workers all locally and have a product that is 100% made in Tanzania,” erzählt Tahira Nizari bei einem Interview für das Magazin Forbes Africa.

Die Teemischungen von Tanzania Tea Collection: Alle Verarbeitungsschritte finden in Tansania statt. © Kazi Yetu

Lokale Wertschöpfung fördern

Von der landwirtschaftlichen Produktion der Zutaten bis hin zur Weiterverarbeitung und Veredelung sowie dem Branding der Produkte passiert alles in Tansania. Kazi Yetu bezieht die Zutaten für die Teemischungen von über zehn unterschiedlichen tansanischen Unternehmen und Kooperativen und trägt durch die Zahlung von Premiumpreisen zur Einkommenssicherung von rund 2.500 Kleinbäuer*innen bei.

In Dar es Salaam befinden sich die Teemanufaktur sowie die Büroräumlichkeiten von Kazi Yetu. Das Besondere hierbei ist, dass Kazi Yetu ausschließlich Frauen beschäftigt und somit wertvolle Arbeitsmöglichkeiten für Frauen in unterschiedlichen Qualifikationsbereichen schafft. Alle Angestellten werden über dem Mindestlohn bezahlt und sie und ihre Kinder sind krankenversichert.

Rund 15 Frauen stellen die unterschiedlichen Teemischungen her. © Kazi Yetu

Nachhaltigkeit

Neben fairen Arbeitsbedingungen spielte auch Nachhaltigkeit von Anfang an eine große Rolle bei Kazi Yetu. Bei der Herstellung der Teemischungen versucht das Sozialunternehmen so ressourcenschonend und umweltfreundlich wie möglich zu sein. Deshalb bezieht Kazi Yetu alle Zutaten von Kleinbäuer*innen, die nach den Grundsätzen biologischer Landwirtschaft arbeiten. Kazi Yetu legt zudem großen Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung. Die Pyramidenteebeutel bestehen aus Maisstärke und sind biologisch abbaubar, die Kartonrollen sind wiederverwendbar und eignen sich perfekt für kreative Upcycling-Projekte.

Die orthodoxen Teeblätter werden per Hand gepflückt. © Kazi Yetu

Transparente Lieferketten

Kazi Yetu zeigt, wie faire internationale Handelsbeziehungen aussehen können: Weg vom reinen Export der Rohstoffe, wie es sonst oft üblich ist, hin zu lokal produzierten Waren. Dabei macht das Sozialunternehmen Produktionsketten für Konsument*innen transparent und nachvollziehbar. Denn die Käufer*innen in Europa sollen schließlich wissen, woher ihr Teebeutel stammt und welche positiven Auswirkungen ihre Einkäufe auf die Gesellschaft und die Umwelt haben können.

Für weitere Informationen besucht die Webseite, folgt Kazi Yetu auf Facebook oder Instagram.

Tahira Nizari mit zwei Teebäuerinnen. © Kazi Yetu

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